Bootcamp (Pfingstfahrt 2026)

Am letzten Pfingst-Wochenende stand von Freitag bis Dienstag (22.05. – 26.05.26) unsere jährliche Wochenendfreizeit mit der Jugend an. Begleitet wurden unsere 12 Jugendlichen und Joris Weiler von Rochade Disteln von Martin Müller, Julian Tober, Micha Jungbluth, Emre Demirörs, Lukas Suberski, Nils Nioduschewski und Chris Engelmann, sodass insgesamt 20 Mitfahrer zusammen kamen. Gebucht wurden für die Unterbringung in einem Ferienpark in Weert, in der Nähe von Venlo, drei Bungalows, die im Gegensatz zum letzten Jahr auch etwas geräumiger waren.

Der Freitag stand hauptsächlich im Sinne der Anreise. Chris machte sich schon früh mit dem Zug auf den Weg nach Weert, während die meisten anderen Mittags mit den vollgepackten Autos in Richtung Niederlande unterwegs waren. Wobei Mue leider nicht oft genug erwähnt hat alles wichtige einzupacken. So kam es dazu, dass ein Mitfahrer seinen Ausweis zu Hause liegen gelassen hat (1). Sonja und Sophie Nioduschewski konnte das allerdings nicht passieren. Sie hatten scheinbar alles in doppelter Ausführung in ihren großen Koffern dabei (2). Außer einem großen Einkauf und dem Bezug der Bungalows ging an diesem Tag nicht mehr viel. Da Gheyth Tabshoo und Jan Wolf abends ebenfalls mit dem Zug nach Weert kamen, wurde die Abholung mit einem gemeinsamen Auftaktessen beim Dönermann kombiniert. Anschließend wurde der Abend noch in gemütlichem Beisammensein ausklingen gelassen, nachdem wir eine der Chipkarten für das Bungalow nach einer kurzen Suche doch gefunden haben (3). Nachdem Micha die Herausforderung bewältigte eine 10-Punkte-Aufgabe aus dem gelben Buch zu lösen (4), gingen (fast) alle auch früh ins Bett um nicht den ganzen nächsten Tag zu verschlafen. 

Am Samstag Vormittag stand dann die erste Schacheinheit an. Trainiert wurde sowohl als Gruppe am Demobrett als auch einzeln an Taktikaufgaben. Und obwohl Gheyth seine schnelle taktische Auffassungsgabe fast immer richtig unter Beweis stellte, unterlief auch ihm in einer Partiebesprechung ein vorschneller Zugvorschlag, der zum eigenen Verlust geführt hätte (5). Die Mittagszeit wurde zum Kauf eines neuen Grills (6) und warten auf Julian und Emre, die erst Samstag anreisen konnten, genutzt. Später am Nachmittag wurde noch eine Runde Minigolf in der Parkanlage gespielt, nachdem Mue am Tisch auf der Terasse ausgeschlafen hat (7). Obwohl Berat Akdag auf einer Bahn die 7 aufschreiben musste (8), konnte er sich im internen Kampf gegen Elias Moiseev und Till Kommisarek durchsetzen. Gegen Familie Nioduschewski hatten aber alle das Nachsehen. Nachdem die Schläger abgegeben wurden, ging es zu den Bungalows zurück. Es standen an diesem Tag noch Nudelessen und Blitzturnier an. Bis dahin waren die paar Tränen eines Mitfahrers auch wieder getrocknet (9). Eine besondere Spannung beim Blitzen bot die Partie von Berat und Chris. Zweiter hat den Mund, wie so oft, zu voll genommen und gewettet, dass Berat von 10 Blitzpartien keine gegen ihn gewinnt…Bereits nach der ersten Partie war die Wette entschieden und Chris war allen Jugendlichen eine Kugel Eis schuldig. Nach ein paar Runden Werwolf gingen die Jugendlichen schlafen und die Betreuer konnten in Ruhe ein kühles Getränk zu sich nehmen, wobei Julian keines von zu Hause mitbrachte (0). 

Der Sonntag begann wieder mit einem Schachtraining. Da hier alle sehr gut mitmachten ging es zur Belohnung für einen Großteil der Mitfahrer ins Schwimmbad. Besonders Luis Betting freute sich, der schon am Tag zuvor danach fragte (10). Der Rest machte sich einen entspannten Tag im Bungalow und es wurde die Sonne genossen, Tandem gespielt oder mit einem der, nur sechs mitgebrachten, Schachbücher trainiert (0). Abends wurde dann der Grill angeschmissen und das Blitzturnier vom Vortag fortgesetzt. Hierfür kauften Micha und Lukas am Mittag noch ein und nutzten die Zeit für einen Abstecher zur Tankstelle (11). Beim Blitzen zeigte sich, dass konkrete Stellungen berechenbar sind, der Ausgang einer Partie jedoch nicht. Somit konnte sich Jamie Prause, einer unser neuesten Jugendlichen, sehr über den Sieg gegen ein deutlich stärkeren Spieler freuen. Dieser wiederum ging Chris schachlich so sehr auf die Nerven (12), dass es nach Ende der Partie zum ersten Mal “BINGO” hieß. Und auch Emir Demirörs konnte in mindestens einer Partie Matt setzen (13). Der Abend wurde von den Jugendlichen wieder mit Werwolf beendet. Auch wenn es dabei oft etwas lauter wurde, blieben Beschwerden der Nachbarn glücklicher Weise (oder leider) aus (0). 

Auch am letzten richtigen Tag sollte sich am Ablauf (fast) nichts ändern. Zunächst wurde Schach gemacht, wobei der Verschleiß nicht nur den Mitfahrern, sondern auch dem Material anzumerken war. Ein Magnet einer Demobrettfigur musste leider dran glauben (14). Anders war allerdings, dass am Vormittag Lukas den Job von Nils übernahm und Kaffee kochte, wobei intensiv über die Stärke bzw. Schwäche des Kaffees geredet wurde (15). Der Nachmittag stand dann für alle zur freien Verfügung. Und es sollte ein guter werden, denn (Teller-)Scherben bringen bekanntlich Glück (16). So verstreuten sich alle im Laufe des Tages etwas. Eine kleine Gruppe machte sich auch am dritten Nachmittag auf den Weg ins Cafe (17), während andere intensiv Tandem oder Monopoly spielten. Natürlich wurden auch an diesem Tag wieder “Snaps” gemacht. Dies hatte zur Folge, dass Max van Tiggelen mit Mue eine Serie von 67 Flammen aufgebaut hat (18). Emir und Berat nutzten den freien Nachmittag hingegen für Bewegung und leihten sich Fahrräder aus. Micha und Chris erlebten eine unbeschreiblich tolle Fahrt auf einem Floß. Und Joris lernte die Unser Fritzer näher kennen. Nach dem gesunden Abendessen in der Snackbar, zu Lukas Freude mit wertvollen pflanzlichen Proteinen, löste Chris noch seine Wettschulden ein, es werden sicher nicht seine letzten gewesen sein. Zum Abschluss des Wochenendes wurde ein Tandemturnier veranstaltet. Man hätte hierbei nicht nur die Gewinnerteams für ihre Leistungen, sondern auch die tiefgründigen Namen “Wolfgang” und “Milchschnitte” ehren können. Da es für einen Einkauf im Parkladen leider zu spät war (0), musste für die letzte Abendversorgung auch noch in den Supermarkt gefahren werden. Und bevor alle in Ruhe zu Bett gingen, wurde es zuvor bei Werwolf, passend zum Namen, nochmal richtig laut bei den Diskussionen (19). 

Am Dienstag wurden dann die Bungalows geräumt und die Autos geholt, was jedoch nicht so einfach war. Während manche fast ohne Auto vom Brötchen holen zurückgekommen wären, hatte Emre Probleme überhaupt zum Parkplatz zu finden (20). Letztendlich schafften wir es dann aber alle und kamen gut nach Hause zurück, auch wenn eines der Autos etwas länger brauchte. Teilweise vermissten sich die Mitfahrer schon nach so kurzer Zeit wieder, dass man sich in Wanne-Eickel im Bus direkt wiedergetroffen hat. 

Nun noch ein paar Abschlussworte von mir (Chris): 

Insgesamt war es ein intensives Wochenende mit einem Mix aus Schachtraining und Freizeit, wo auch der Schlaf ab und an zu kurz kam. Das warme Wetter spielte auch mit, sodass Till nichtmal einen Hoodie getragen hat (0). Dennoch gab es insgesamt vier “BINGO” und man sah viele freudige Gesichter und es herrschte fast immer gute Stimmung. Letztendlich war es für die Organisatoren der Fahrt auf jeden Fall ein abolut gelungenes Wochenende. Erfreulich war, dass alle, auch unser jüngster Mitfahrer Mohammed Maddane,  so gut mitgewirkt haben und sich auf das vorbereite Programm eingelassen haben. Großer Dank auch hier nochmal an Emre, Lukas, Mue, Micha, Julian und Nils. Ohne euch, eure Zeit und Mühe wäre sowas alles nicht möglich. 

Ich hoffe auf jeden Fall, dass alle Mitfahrer eine gute und spaßige Zeit hatten und die Gemeinschaft im Verein weiter zusammengewachsen ist. Und vlt hat die Fahrt auch die Grundlage für langfristige Freundschaften, oder auch mehr als das, hervorgebracht 🙂

Nun heißt es ein paar Tage die Ruhe genießen, die Mückenstiche verheilen lassen und dann
ab nächste Woche Dienstag wieder alles zu geben bei unserem eigenen Turnier. Als Spieler, Auf- und Abbauer, Organisator, Caterer, …

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Ruhrhalbinsel Open 2026

Am langen Himmelfahrtswochenende (13. – 17.05.26) stand das traditionelle “Ruhrhalbinselopen” in Essen-Überruhr an. Gespielt wurden, wie in den vergangenen Jahren auch, 7 Runden an 5 Tagen im Zeitmodus 90 Minuten für 40 Züge + 30 Minuten für den Rest der Partie + 30s pro Zug. Am Donnerstagsfeiertag und am Samstag gab es  jeweils Doppelrunden, dieses Jahr allerdings eine Stunde später als in den letzten Jahren. Durch den Spielbeginn um 11 Uhr sollte den Spielern ein bisschen mehr Ehrholungszeit von den Partien Mittwoch- und Freitagabend gegeben werden. 

Insgesamt waren 15 Spieler von Unser Fritz am Start. Besonders erfreulich waren dabei zwei Dinge. Zunächst, dass Devonte Döring in Überruhr seine Turnierpremiere gab und mit 1,5 Punkten aus 6 Partien (1x spielfrei) abschließen konnte. Und Nico Lauenstein kam extra aus Plön in Schleswig-Holstein ins Ruhrgebiet, um mit uns das Schachwochende zu verbringen, auch wenn er durch die weite Reise die erste und letzte Runde aussetzen musste. 

Der Turnierverlauf an sich bot ansonsten bei unseren Spielern keine größeren Überraschungen. Besonders die erste Runde war sehr übel. Da neben Nico, Emre Demirörs die erste Runde ebenfalls aussetzen musste, befanden sich alle unserer Spieler in der unteren Hälfte der 180 Teilnehmer. Wir mussten somit alle gegen deutlich stärkere Gegner an die Bretter. Chris Engelmann bekam es beispielsweise an Brett 4 mit FM Ilyas Gutkin zu tun. Einzig Lukas Suberski konnte hier seinem knapp 500 Punkte stärkerem Gegner ein Remis abnehmen. Im Verlauf des Turniers gab es dann für alle unsere Spieler machbarere Gegner, sodass nach Runde 6 auch Berat Akdag als einzig verbliebener Spieler mit einer “0” auf dem Punktekonto diese loswerden konnte. 

Insgesamt lief das Turnier sehr reibungslos. Einzig der Samstag war recht unruhig. In der Vormittagsrunde wurde in der Kneipe am Turnierort zunächst RW Essen lautstark angefeuert und das Erreichen der Relegation für die 2. Liga gefeiert. Wenige Minuten nach Beginn der Nachmittagsrunde hallte ein “BINGO”-Ruf eines Spielers durch den Turniersaal. Und kurz danach begann wieder nebenan in der Kneipe eine große Party mit lauter Musik zum 60. Geburtstag. An dieser Stelle daher von uns nachträglich Glückwunsch an RW Essen zum Erreichen der Relegation, dem Spieler zum Bingo und der Person von der Feier zum 60. Geburtstag 🙂

Ein sehr starkes Turnier lieferte FM Ilyas Gutkin ab. Mit 6 aus 6 spielte er in der letzten Runde damit als Favorit um den Turniersieg. Allerdings setzte sich dort der Dauergast des Turniers, GM Daniel Hausrath, doch noch durch und sicherte sich mit 6,5 Punkten ungeschlagen den Turniersieg. Punktgleich mit FM Mykola Korchynskyi, der direkt in der 1. Runde ein Remis abgegeben hat und danach alles gewinnen konnte. Dritter wurde entsprechend FM Ilyas Gutkin vor Marcel Quast und Jan-Louis Wichtrup.

Für unsere Spieler ergaben sich folgende Ergebnisse: 60. Emre (4 Punkte), 72. Chris (4), 81. Nico (3,5), 119. Yusuf Otuk (3), 128. Lukas (3), 129. Max van Tiggelen (3), 133. Nils Nioduschewski (2,5), 140. Devonte (2,5), 143. Till Kommisarek (2,5), 145. Mahyar Mazaheri (2,5), 147. Elias Moiseev (2,5), 152. Emir Demirörs (2), 156. Sonja Nioduschewski (2), 162. Berat (2), 176. Sophie Nioduschewski (0,5).

Abgerundet wurde das ganze Turnier vorallem durch die gemeinsame Zeit unserer Spieler zwischen und nach den Runden. Insbesondere das gemeinsame Essen beim Sattmacher und das Zusammsitzen in der Eisdiele, aber auch die Partie-Analysen mit Martin Müller oder eine Runde Billiard in der Kneipe nebenan haben zu einem guten Gemeinschaftserlebnis beigetragen. Nun heißt es ein paar Tage entspannen, bevor es bereits am Freitag über das nächste lange Wochenende auf unsere diesjährige Pfingstfahrt geht, um die Gemeinschaft weiter zu stärken. Und vlt hallt dort auch ein Bingo durch das Bungalow. 

-Chris

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SVUF IV – Disteln 2

Josef M. verspielt den Aufstieg der 4. Mannschaft
oder
Wie man in 20 Sek. eine Partie gewinnt
oder
Ohne Frauen geht’s nicht

Unser Fritz 4 vs. Disteln 2 – 2,5:3,5

Beginnen wir es sachlich. Die 4. Mannschaft (ja, Mannschaft, d. h. diesmal ohne Frauen) kann nur noch durch ein Wunder aufsteigen. D. h. letzten Spieltag gegen den Tabellenführer Drewer gewinnen.

Alles sah so gut aus. Brett 4 stand offensiv und hätte und könnte … aber so ist das mit dem Hätte und Könnte. Aus unklarer Stellung verlor Michael Wessel als Erster. Gheyth spielte sein Schnellschach weiter. Sah es bedrohlich für ihn aus? Keineswegs! Nachdem er eine Figur (ich meine, es war der Läufer) gefesselt hatte, stand er besser da. Gerade so in netto 20 Sek. hatte er gewonnen!!

Mein 90-jähriger Nachbar spielte gegen einen 13-jährigen Jungen. Das Trauma eines Verlustes blieb ihm erspart. Dauerschach. Und dadurch Remis. Und ich, Josef? Ich kam gar nicht mit dem Schreiben mit, nachdem mein Gegner die E-Linie kontaminierte. Gegen den Ansturm der schwarzen Schwerfiguren war meine Verteidigung nicht gewachsen. Dummerweise stand sein Springer so gut, dass er meinem Gegenangriff (war es denn einer?) trotzen konnte. Ich war verloren.

Von Günters Partie habe ich leider nichts mitbekommen. Remis! Zwischenstand 3:2 für die Gäste. Was soll ich sagen: Hätte Rolf jetzt den Papst in der Tasche, hätte er aus dem Remis einen Sieg gemacht. Nur alle wissen – der Papst spielt kein Schach und Wanne-Eickel kennt er auch gar nicht. Rolf spielte Remis!

Und so endete der vorletzte Spieltag der Saison der 4. Mannschaft. Und … keine Vorwürfe an mich, der mit Weiß verloren hatte. Und … ich denke, Gheyst hat einen Preis verdient (Currywurst mit Pommes oder so)! Ich hingegen: Redeverbot für 3 Spiele am Vereinsabend oder Unkraut jäten bei Julian.

Macht’s gut.
Josef

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